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Veranstaltung der Deutsche Basketballärzte e.V. am 27.1.2007 in der Führungsakademie des DOSB in Köln

Nach Registrierung der Teilnehmer erfolgte die Begrüßung durch Dr. Schneider, 1. Vorsitzender der Basketdocs, sowie die Vorstellung der Referenten. Besonderen Dank galt der Bauerfeind AG und der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft Hamburg und München, ohne deren Hilfe die Veranstaltung in diesem Rahmen nicht möglich gewesen wäre.

Bauernfeind
http://www.bauerfeind.com/

Herr Söhnke Preuss, verantwortlich in der BBL für das Marketing, bot die Zusammenarbeit mit der BBL und etwaige Hilfen im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit an. Vorgeschlagen wurde eine gemeinsame Pressearbeit. Seitens der BBL besteht Interesse, von den Basketballärzten erarbeitete Standards z.B. im Bereich der Untersuchungen der Spieler oder auch der Sicherheitsvorkehrungen in der Halle möglicherweise in das Lizenzierungsverfahren einzuarbeiten.

Herr Dr. Schneider, S. Preuss
Dr. Schneider im Gespräch mit Söhnke Preuss von der BBL

Als Vertreter der Interessenvertretung der Spieler SP.IN (spieler initiative) bekundete deren Generalsekretär Walter Palmer ebenfalls großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit den Basketdocs. Die SP.IN besteht seit der letzten Saison und zählt momentan ca. 90 Mitglieder.

Seitens der Spieler besteht ebenfalls der Wunsch, dass einheitliche medizinische Standards festgelegt werden. Vor allem sollten die Eingangsuntersuchungen einheitlich durchgeführt werden. Besonderen Wert wird seitens der Spieler auf die Vertraulichkeit der medizinischen Diagnosen gelegt, insbesondere da dies Einfluss auf weitere Verträge und damit der Karriereplanung nimmt. Interessanterweise ist in den Standardspielerverträgen der BBL ein Passus enthalten, der es dem Mannschaftsarzt erlaubt, Diagnosen an das Management und die Trainer weiterzugeben. Eine lebhafte Diskussion der Teilnehmer hierüber führte zu keinem gemeinsamen Ergebnis, da die Rechte des Spielers auf ärztliche Verschwiegenheit der Planungssicherheit des Vereines diametral gegenüber stehen.

Vorstandschaft
Der Vorstand bei der Arbeit

Angesprochen wurde auch seitens der Spieler, dass die Mannschaftsärzte bei gravierenden Diagnosen dem Wunsch der Spieler nach Einholen einer 2. Meinung sich nicht von vorneherein verschließen. Hierüber bestand allgemeiner Konsens, dass dies möglich sein sollte.

Aufmerksam gemacht wurde auf das stark erhöhte Verletzungsrisiko der Spieler an den Kanten der Werbebanden am Spielfeldrand, belegt auch seitens der Ärzte durch entsprechende Fallbeispiele.

Weiterhin besteht der Wunsch der Spieler nach Aufarbeitung der Verletzungen im Laufe der Saison, wobei hierbei auf den später vorgestellten Verletzungsbogen verwiesen wurde.

Es folgte das Referat von Herrn Dr. Petersen als Vertreter der Verwaltungs-BG Hamburg. Nach Vorstellung der Verwaltungs-BG mit Ihrer Vielzahl an darin vertretenen Branchen stellte er das Konzept der rechtlich vorgeschriebenen betriebsärztlichen Betreuung eines Profisportteams vor. Statt eines Betriebsarztes übernimmt der Mannschaftsarzt (der die Zusatzbezeichnung Sportmedizin führen sollte) die entsprechende Betreuung der Spieler.

Referat Dr. Jens Petersen, BG Hamburg
Dr. Jens Petersen von der Verwaltungs-BG aus Hamburg bei seinem Vortrag

Da die Berufsgenossenschaft hohe Summen für die Behandlung von Verletzungen und deren Folgen im Profisport aufwenden muss, ist sie erheblich an der Prävention von Verletzungen interessiert. Dies steht aber oftmals im Widerspruch zu den Interessen des Vereines (möglichst schnell leistungsfähige Sportler im Team) und auch meist zu den der Spielern (möglichst schnell wieder spielen). Die sportmedizinische Betreuung sollte daher nicht nur die Trainingssteuerung und Wettkampfbetreuung umfassen, sondern auch die Art und Umfang der Dokumentation umfassen. Ziel ist eine qualitätsgesicherte, einheitliche Untersuchung der Spieler auf hohem medizinischen Niveau. Am Beispiel des Untersuchungsbogens für Profihandballer wurde dies verdeutlicht und der Wunsch seitens der BG geäußert, einen entsprechenden Bogen für den Basketball seitens der Basketdocs zu entwickeln.

Darauf folgte die Vorstellung des Verletzungsbogens durch Herrn Dr. Leutheuser. Dieser ist im Internet unter www.basketdocs.de demnächst abrufbar. Nach wenigen konstruktiven Änderungsvorschlägen wurde der Bogen akzeptiert und sollte künftig zur Dokumentation eingesetzt werden. Dabei wird der ausgefüllte Bogen die VBG München gefaxt, die diesen anonymisiert nach Rücksprache mit dem Verein an interessierte Stellen wie sportmedizinische Institute zur Auswertung weitergibt.

Workshop

Im Anschluss daran wurde von den anwesenden Teilnehmern in 2 getrennten Workshops ein Untersuchungsbogen für den internistischen und für den orthopädischen Teil der sportmedizinischen Eingangsuntersuchung erarbeitet, vorgestellt und verabschiedet.

Herr Moser, Herr Dr. Petersen
Herr Moser und Herr Dr. Petersen von der VBG

Längere Diskussion gab es über den beträchtlichen Mehraufwand der Vereinsärzte und die Frage der entsprechenden Vergütung. Herr Petersen von der Verwaltungs-BG bekräftigte, dass der Verein wie auch ein normaler Arbeitgeber für seine für diese Untersuchungen aufkommen müsse.

Es wurde Übereinkunft erzielt, dass die Kosten auf Basis der Gebührenordnung für Ärzte kalkuliert werden solle und dies als Grundlage für die Verhandlungen mit den Vereinen bzw. der BBL dienen soll.


Dr. Markus Schneider mit Heinz Gerd Grotepass, Kassenwart

Dr. Frerking
links der Protokollführer, Dr. Frerking, bei der Arbeit

Die Untersuchungsbögen werden in Kürze auf der Homepage der Verwaltungs-BG unter http://vbg.de/praevention/branchen/sportvereine.html abrufbar sein.

Dr. med. Oliver Frerking

FIVE, Fünf Splitter

FIVE erwähnt die Basketdocs

Die "FIVE", Ausgabe März 2007, schreibt in ihrer Rubrik "Fünf Splitter": Die Teamärzte aus der Bundesliga und aus den zweiten Ligen sowie aus der Danem-Bundesliga haben sich in einem Verein zusammengeschlossen. Unter www.basketdocs.de gibt es mehr Informationen - auch falls jemand mal Fragen wegen einer Basketballverletzung hat.

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